OPC ist eine Abkürzung, die auf vielen Etiketten steht und selten erklärt wird. Sie bedeutet oligomere Proanthocyanidine: eine Gruppe pflanzlicher Gerbstoffe, chemisch verwandt mit den Tanninen. Sie kommen in Traubenkernen, Kiefernrinde, Apfelkernen und Erdnusshäutchen vor – und sie sind der Grund, warum Rotwein im Mund pelzig wird.
Vom Nebenprodukt zum Rohstoff
Bei der Weinherstellung fallen Trester an – Schalen, Stiele und Kerne, die nach dem Pressen übrig bleiben. Aus den getrockneten Kernen wird das OPC gewonnen. Der französische Forscher Jacques Masquelier isolierte die Verbindungen erstmals in den 1940er-Jahren, zunächst aus Kiefernrinde, später aus Traubenkernen. Von dort stammt auch der Begriff, der sich bis heute gehalten hat.
Warum «oligomer» wichtig ist
Proanthocyanidine bestehen aus Bausteinen, die sich zu unterschiedlich langen Ketten verbinden. «Oligomer» heisst kurzkettig – zwei bis etwa fünf Bausteine. Lange Ketten, die polymeren Formen, sind stark adstringierend und werden kaum aufgenommen; die kurzen sind der Teil, um den es geht. Ein Extrakt ohne Angabe zum OPC-Gehalt sagt deshalb wenig aus.
Die Kombination mit Vitamin C
OPC und Vitamin C werden fast immer zusammen angeboten. Der Hintergrund ist historisch: Masquelier untersuchte Proanthocyanidine ursprünglich im Zusammenhang mit den Faktoren, die man damals als «Vitamin P» bezeichnete und die stets neben Vitamin C in denselben Früchten vorkommen. Auch unser Bio OPC Traubenkernpulver enthält beides.
Verwandtes
OPC steht bei uns unter Vitalpflanzen, thematisch unter Herz & Kreislauf und Haut, Haare & Nägel.
Hinweis
Gerbstoffe können die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Quellen vermindern – nimm OPC deshalb nicht gleichzeitig mit einem Eisenpräparat ein, sondern mit ein paar Stunden Abstand. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung; die angegebene Tagesdosis nicht überschreiten. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Vorerkrankungen oder Einnahme von Medikamenten ärztlichen Rat einholen.







