Der Ginkgo (Ginkgo biloba) ist ein botanischer Sonderfall: Er ist weder Laub- noch Nadelbaum, sondern die einzige überlebende Art einer Pflanzengruppe, die vor rund 200 Millionen Jahren weit verbreitet war. In China gilt er als Tempelbaum; in Europa wurde er im 18. Jahrhundert eingeführt und steht heute in vielen Städten, weil er Abgase und beengte Standorte ungewöhnlich gut verträgt.
Das Blatt
Charakteristisch ist die fächerförmige, in der Mitte eingekerbte Blattform – daher der Artname biloba, zweilappig. Verwendet werden die im Spätsommer geernteten grünen Blätter, nicht die Samen: Deren Fruchtfleisch riecht ausgeprägt unangenehm und enthält Stoffe, die Hautreizungen auslösen können. In der Küche Ostasiens wird der gesäuberte Samenkern gegessen, aber das ist eine andere Anwendung als die des Blatts.
Was im Blatt steckt
Die charakteristischen Inhaltsstoffe sind Flavonglykoside und die Terpenlaktone – Ginkgolide und Bilobalid, die nur in dieser Pflanze vorkommen. Standardisierte Extrakte werden auf diese beiden Gruppen eingestellt; das ist der Grund, warum bei Ginkgo mehr als bei anderen Pflanzen zwischen Blattpulver und Spezialextrakt unterschieden wird. Natürlich im Blatt enthalten ist auch Ginkgolsäure, die in Extrakten aus gutem Grund auf sehr geringe Werte begrenzt wird.
Unser Ginkgo
Das Bio Ginkgo Biloba enthält gemahlenes Blattpulver aus kontrolliert biologischem Anbau in pflanzlichen Kapseln, ohne Füllstoffe. Weitere Pflanzen dieser Art stehen unter Vitalpflanzen, thematisch findest du Ginkgo unter Gehirn & Gedächtnis.
Hinweis – hier besonders wichtig
Ginkgo kann die Wirkung blutgerinnungshemmender Medikamente beeinflussen. Wenn du Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmer einnimmst, eine Operation bevorsteht oder du an einer Blutgerinnungsstörung leidest, nimm Ginkgo nicht ohne ärztliche Rücksprache. Dasselbe gilt in Schwangerschaft und Stillzeit. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung; die angegebene Tagesdosis nicht überschreiten.







