Kollagen ist das häufigste Protein im Körper von Wirbeltieren – es bildet das Gerüst von Haut, Knochen, Knorpel, Sehnen und Bändern. In der Küche begegnet es dir öfter, als du denkst: Jede Brühe, die im Kühlschrank geliert, tut das wegen des Kollagens, das beim Köcheln aus Knochen und Bindegewebe gelöst wurde. Dieser Beitrag erklärt, woraus Kollagenpulver gewonnen wird, was die Begriffe auf den Etiketten bedeuten und worin sich unsere Produkte unterscheiden.
Was Kollagen ist
Kollagen besteht aus langen Eiweissketten, die zu dreisträngigen Helices verdrillt sind – daher seine Zugfestigkeit. Charakteristisch ist die Aminosäurezusammensetzung mit viel Glycin, Prolin und Hydroxyprolin; Letzteres kommt in nennenswerter Menge fast nur in Kollagen vor. Tryptophan fehlt dagegen – Kollagen ist deshalb kein vollständiges Protein und ersetzt keine anderen Eiweissquellen, es ergänzt sie.
Gelatine, Hydrolysat, Peptide: dreimal dasselbe Ausgangsmaterial
Die Begriffe beschreiben Verarbeitungsstufen, nicht verschiedene Rohstoffe. Wird Kollagen lange mit Wasser erhitzt, entsteht Gelatine – sie geliert beim Abkühlen, wie beim Sonntagsbraten. Wird die Eiweisskette enzymatisch weiter zerlegt, entsteht hydrolysiertes Kollagen, auch Kollagenpeptide genannt: kurze Bruchstücke, die sich in kaltem wie warmem Wasser lösen und nicht mehr gelieren. Für Kaffee, Smoothies und kalte Speisen ist deshalb Hydrolysat die praktische Form, fürs Kochen und für Sulz die Gelatine.
Die Quelle entscheidet über den Typ
Kollagen wird nach Typen eingeteilt. Haut und Knochen von Rind und Fisch liefern überwiegend die Typen I und III, Knorpel – etwa vom Huhn – Typ II. Für die Praxis wichtiger als die Typenzahl ist die Herkunft: Kollagen ist ein tierisches Produkt, und was das Tier aufgenommen hat, landet im Rohstoff. Deshalb steht bei uns bei jedem Produkt, von welchen Tieren es stammt – dasselbe Prinzip wie bei den Organen.
Unsere Kollagenprodukte im Vergleich
- Bio Bone Broth Kollagenpulver – lange geköchelte Knochenbrühe vom schwedischen Weiderind nach Bio- und KRAV-Standard, schonend gefriergetrocknet, mit rund 84 g Kollagen pro 100 g. Schmeckt nach Brühe und eignet sich für Suppen, Saucen und herzhafte Getränke.
- Great Lakes Kollagenpeptide – hydrolysiertes Kollagen vom Weiderind, geschmacksneutral und kaltlöslich. Die Form für Kaffee, Tee und Smoothies.
- Fischkollagenpulver – hydrolysiertes Kollagen aus MSC-zertifiziertem Wildfang, ebenfalls neutral und kaltlöslich. Die Wahl für alle, die kein Rind möchten. Was das MSC-Siegel prüft, steht im Beitrag Bio, KRAV, MSC und Wildsammlung.
Vom Bone Broth Kollagenpulver gibt es auch einen Dreierpack mit 15 % Rabatt.
Worauf du beim Kauf achten kannst
- Herkunft des Tiers: Weidehaltung oder Wildfang, mit nachprüfbarem Standard – Bio, KRAV oder MSC.
- Zutatenliste: Kollagen braucht keine Aromen, Süssstoffe oder Rieselhilfen. Eine Zutat genügt.
- Verarbeitungsform: Hydrolysat für kalte Anwendungen, Brühenpulver für die herzhafte Küche – je nachdem, wie du es verwenden willst.
- Laborprüfung: Als tierisches Konzentrat gehört Kollagen auf Schadstoffe geprüft; frag nach, wenn keine Angabe zu finden ist.
Verwandte Kategorien
Alle Produkte stehen unter Kollagen und Bone Broth & Knochenbrühe, thematisch unter Haut, Haare & Nägel und Knochen & Gelenke.
Hinweis
Kollagen ist ein tierisches Protein und für vegane Ernährung nicht geeignet; Fischkollagen ist bei Fischallergie nicht geeignet. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung. Die angegebene Tagesdosis nicht überschreiten. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Vorerkrankungen oder Einnahme von Medikamenten vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.









