Teufelskralle: die Wurzel aus der Kalahari

Harpagophytum procumbens wächst nur im südlichen Afrika, und geerntet wird nicht die Pflanze, sondern die Speicherknolle. Woher der Name kommt und warum nachhaltige Ernte hier ein reales Thema ist.

Die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) wächst in den halbtrockenen Savannen des südlichen Afrikas – in Namibia, Botswana, Südafrika und Angola, mit dem Schwerpunkt in der Kalahari. Sie lässt sich bis heute kaum kultivieren; praktisch alles, was im Handel ist, stammt aus Wildsammlung.

Woher der Name kommt

Nicht von der Wurzel, sondern von der Frucht: Sie trägt verholzte, mehrfach verzweigte Arme mit widerhakenartigen Dornen. Diese Früchte verhaken sich in den Hufen und im Fell vorbeikommender Tiere – so verbreitet sich die Pflanze. Der botanische Gattungsname Harpagophytum bedeutet wörtlich «Hakenpflanze».

Was geerntet wird

Verwendet wird nicht die Hauptwurzel, sondern die daran hängenden Speicherknollen, die bis zu einem halben Meter tief im Sandboden sitzen und der Pflanze das Überleben in der Trockenzeit ermöglichen. Nachhaltige Ernte bedeutet hier konkret: Die Hauptwurzel bleibt im Boden, es werden nur einzelne Seitenknollen entnommen, und das Loch wird wieder verschlossen. Geschieht das nicht, stirbt die Pflanze ab. Weil die Art durch die Nachfrage unter Druck geraten ist, unterliegt der Handel Kontrollmechanismen, und in Namibia arbeiten organisierte Sammlerprogramme mit festen Regeln.

Der bittere Geschmack

Die Knolle ist ausgeprägt bitter. Verantwortlich sind Iridoidglykoside, allen voran Harpagosid, auf das Extrakte standardisiert werden. Wer die Wurzel als Tee ansetzt, merkt das sofort – einer der Gründe, warum die Kapselform verbreitet ist.

Unsere Teufelskralle

Das Bio Harpagophytum enthält gemahlene Wurzelknolle aus kontrolliert biologischer Herkunft in pflanzlichen Kapseln, ohne Füllstoffe. Es steht bei uns unter Vitalpflanzen, thematisch unter Knochen & Gelenke – dort findest du auch Weidenrinde, MSM und Kurkuma.

Hinweis

Bitterstoffe regen die Magensaftbildung an; bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren sowie bei Gallensteinen ist von der Anwendung abzuraten. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung; die angegebene Tagesdosis nicht überschreiten. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Vorerkrankungen oder Einnahme von Medikamenten vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.

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