Ashwagandha: Schlafbeere, Wurzel und Blatt

Ashwagandha ist das bekannteste Adaptogen – und dasjenige, bei dem der Blick aufs Etikett am meisten lohnt. Warum es auf Wurzel statt Blatt ankommt und woher der Name «Geruch des Pferdes» stammt.

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Ashwagandha (Withania somnifera) ist ein Nachtschattengewächs – verwandt also mit Tomate, Kartoffel und Paprika – und stammt aus den trockenen Regionen Indiens, des Nahen Ostens und Nordafrikas. Im Ayurveda gehört die Wurzel zu den am längsten verwendeten Pflanzen überhaupt.

Der Name

«Ashwagandha» setzt sich aus den Sanskritwörtern ashva (Pferd) und gandha (Geruch) zusammen – die frische Wurzel riecht tatsächlich streng und erdig. Der botanische Artname somnifera bedeutet «schlafbringend»; im Deutschen heisst die Pflanze Schlafbeere, nach den kleinen roten Früchten in ihren papierartigen Hüllkelchen, die an Physalis erinnern.

Wurzel oder Blatt – hier liegt der Unterschied

Traditionell verwendet wird die Wurzel. Die Blätter enthalten andere und deutlich höhere Anteile bestimmter Withanolide und werden im Ayurveda nicht in derselben Weise eingesetzt. Weil Blattmaterial billiger anfällt, findet es sich in günstigen Extrakten trotzdem. Auf dem Etikett sollte deshalb stehen, welcher Pflanzenteil verarbeitet wurde – bei unserem Bio Ashwagandha ist es die Wurzel, gemahlen und aus kontrolliert biologischem Anbau.

Pulver oder Extrakt

Beim Pulver wird die getrocknete Wurzel gemahlen. Extrakte werden auf ihren Withanolidgehalt eingestellt und sind entsprechend konzentrierter. Beides ist legitim, aber die Mengenangaben sind nicht miteinander vergleichbar – 300 mg Extrakt und 300 mg Wurzelpulver sind zwei verschiedene Dinge.

Verwandtes

Ashwagandha steht bei uns unter Adaptogene, thematisch unter Stress & Schlaf und Hormonelle Balance. Was der Begriff Adaptogen bedeutet und woher er stammt, steht im Beitrag Adaptogene: woher der Begriff kommt.

Hinweis

Als Nachtschattengewächs ist Ashwagandha bei entsprechender Unverträglichkeit nicht geeignet. Von der Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit wird abgeraten. Bei Schilddrüsenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Lebererkrankungen sowie bei Einnahme von Medikamenten – insbesondere Beruhigungs-, Schilddrüsen- und Immunpräparaten – vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung; die angegebene Tagesdosis nicht überschreiten.

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