Jod aus Seetang: warum Menge und Herkunft zählen

Algen sind die mit Abstand jodreichste Lebensmittelgruppe – und diejenige mit den grössten Schwankungen. Was das für die Praxis bedeutet, warum die Schweiz Salz jodiert und worauf du bei Algenprodukten achten solltest.

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Jod ist ein Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann und das er für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt. Es kommt im Boden vor – aber sehr ungleich verteilt. Binnenländische Gebirgsregionen gehören weltweit zu den jodärmsten Überhaupt, und die Schweiz ist ein Lehrbuchbeispiel dafür.

Warum Schweizer Salz jodiert wird

Vor hundert Jahren war der Kropf in den Alpentälern verbreitet. Die Schweiz führte 1922 als eines der ersten Länder überhaupt jodiertes Speisesalz ein – eine der wirksamsten Massnahmen der Ernährungsgeschichte. Wer heute unraffiniertes, nicht jodiertes Salz verwendet – etwa unser Celtic Sea Salt oder das Oryx Desert Salt – sollte wissen, dass damit eine Jodquelle wegfällt, mit der die meisten Menschen hierzulande selbstverständlich rechnen.

Algen: die jodreichste Lebensmittelgruppe überhaupt

Meeresalgen reichern Jod aus dem Wasser an, und zwar um ein Vielfaches. Der Gehalt schwankt dabei um Grössenordnungen – nicht um Prozente. Braunalgen wie Kelp, Blasentang und Kombu liegen weit über Rotalgen wie Dulse oder Kraussterntang; dazu kommen Unterschiede nach Standort, Jahreszeit und Verarbeitung. Ein Gramm getrocknete Kombu kann mehr Jod enthalten als der Tagesbedarf eines Erwachsenen um ein Mehrfaches übersteigt.

Was daraus folgt

  • Halte dich bei Algenprodukten an die angegebene Tagesdosis, auch wenn die Kapsel klein aussieht.
  • Kombiniere nicht mehrere Algenpräparate gleichzeitig, ohne die Jodangaben zu addieren.
  • Bei Schilddrüsenerkrankungen – Unter- wie Überfunktion, Hashimoto, Knoten – und bei Schilddrüsenmedikamenten gehört die Einnahme vorher ärztlich abgeklärt.
  • Zu viel Jod ist ebenso ein Problem wie zu wenig. Mehr ist hier ausdrücklich nicht besser.

Unsere Algen

Die Rosita 5-Algen-Mischung vereint fünf von Hand geerntete Arten aus dem schottischen Nordatlantik; Sea Moss ist die Rotalge Kraussterntang. Spirulina und Chlorella sind dagegen Süsswasseralgen und enthalten kaum Jod – ein Unterschied, der oft übersehen wird. Alles zusammen steht unter Algen.

Hinweis

Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung. Die angegebene Tagesdosis nicht überschreiten. Bei Schilddrüsenerkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder Einnahme von Medikamenten vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.

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