Adaptogene: Natürliche Unterstützung für Stressbewältigung und Wohlbefinden - montcalia.ch

Adaptogene: woher der Begriff kommt und welche Pflanzen dazuzählen

«Adaptogen» ist kein geschützter Begriff, sondern stammt aus der sowjetischen Pflanzenforschung der 1940er-Jahre. Welche Pflanzen und Pilze traditionell dazugezählt werden – Ashwagandha, Rhodiola, Reishi, Cordyceps – und worauf du beim Kauf achten kannst.

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«Adaptogen» ist kein geschützter Begriff und keine Wirkstoffklasse im arzneimittelrechtlichen Sinn. Das Wort stammt aus der sowjetischen Pflanzenforschung: Der Pharmakologe Nikolai Lasarew prägte es in den 1940er-Jahren für Pflanzen, die dem Organismus helfen sollten, unspezifisch mit Belastungen umzugehen. Heute wird es in der Nahrungsergänzung breit und ziemlich frei verwendet. Dieser Beitrag ordnet ein, welche Pflanzen und Pilze traditionell dazugezählt werden.

Woher der Begriff kommt

Lasarew und später Israel Brechman formulierten drei Kriterien: Die Pflanze solle unspezifisch wirken, das Gleichgewicht des Organismus nicht einseitig verschieben und selbst möglichst wenig eigene Wirkung entfalten. Diese Definition stammt aus der Zeit vor der modernen Wirksamkeitsforschung und ist bis heute in kein behördlich zugelassenes Health Claim überführt worden. Für Lebensmittel und Nahrungsergänzung sind gesundheitsbezogene Aussagen in der Schweiz und der EU nur zulässig, wenn sie geprüft und freigegeben sind – für die klassischen Adaptogene ist das nicht der Fall. Wir schreiben deshalb, was drin ist und woher es kommt, nicht was es bewirken soll.

Die klassischen Pflanzen

Ashwagandha (Withania somnifera), auf Deutsch Schlafbeere, ist die bekannteste von ihnen und wird im Ayurveda seit Langem verwendet. Bei uns als Bio-Pulver der Wurzel in pflanzlichen Kapseln.

Rhodiola rosea, der Rosenwurz, wächst in arktischen und alpinen Regionen und gehört zur skandinavischen und russischen Tradition. Wir führen ihn als Extrakt mit 500 mg pro Kapsel.

Shilajit ist streng genommen keine Pflanze, sondern eine harzartige Masse aus Felsspalten des Hochgebirges, reich an Huminstoffen. Mehr dazu im Beitrag Shilajit: Herkunft, Fulvinsäure und was auf dem Etikett stehen sollte.

Gotu Kola (Centella asiatica) stammt aus der ayurvedischen und der traditionellen chinesischen Anwendung, Moringa aus Indien und Ostafrika.

Die Pilze

Mehrere Vitalpilze werden ebenfalls zu den Adaptogenen gezählt: Reishi, Cordyceps, Shiitake und Lions Mane. Was du bei Pilzen konkret prüfen kannst – Fruchtkörper oder Myzel, Pulver oder Extrakt – steht im Beitrag Vitalpilze: die fünf Klassiker.

Worauf du beim Kauf achten kannst

  • Pflanzenteil: Bei Ashwagandha ist die Wurzel das traditionell verwendete Teil, nicht das Blatt.
  • Pulver oder Extrakt: Pulver ist der gemahlene Rohstoff, ein Extrakt ist konzentriert – beides legitim, aber nicht dasselbe.
  • Zusätze: Füllstoffe und Trennmittel sind bei diesen Rohstoffen nicht nötig.
  • Herkunft und Bio: Wurzeln und Rinden nehmen auf, was im Boden ist.

Verwandte Kategorien

Das ganze Sortiment steht unter Adaptogene; die Pilze zusätzlich unter Vitalpilze und thematisch unter Stress & Schlaf.

Hinweis

Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung. Die angegebene Tagesdosis nicht überschreiten. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Vorerkrankungen oder Einnahme von Medikamenten vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.

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